Amazon Fire Phone: Auf Amazon-Apps setzen

Amazon Fire Phone

Amazon Fire Phone

Jeff Bezog ist jemand, der schon das eine oder andere Mal durch seine Vision und Herangehensweise an Probleme der Nutzer den einen oder anderen Treffer landen konnte. Er hat den Handel mit Büchern revolutioniert, hat schnell reagiert, als es darum ging Mode über das Internet bestellbar zu machen. Und eigentlich kommt man an seinem Shop auch nicht vorbei, wenn es um die Bestellung von DVD oder Blu-ray geht. Mit Amazon-Prime kostenlos enthaltenen Video Streaming Dienst versucht man jetzt auch im Video-Markt der Neuzeit Fuß zu fassen.

Amazon Fire Phone

Der Gemischtwarenhändler Amazon hat in dieser Woche sein neue Hardware-Spielzeug mit dem Titel Amazon Fire Phone vorgestellt. Hierbei handelt es sich um einen Fork – also eine Abspaltung – von Android, das komplett auf die vorhandene Hardware abgestimmt wurde. Doch anders als beim Kindle Fire, das an Trägheit kaum zu überbieten ist und eigentlich nur als Lese- und Abspiel-Maschine für Video-Content taugt, scheint man mit der Entwicklung des Smartphones neue Wege zu gehen. Einige clevere Funktionen stehen Entscheidung, die nur Achselzucken hervorrufen gegenüber.

Firefly

Die Amazon Firefly-Technologie ermöglicht es Urls, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Barcodes, QR-Codes, Filme, Serien, Sonst, Bücher, DVD und alle anderen möglichen Produkte auf Amazon zu identifizieren und natürlich gleich zu bestellen. Man drückt auf einen Knopf im Telefon und schon startet das Gerät im Erkennungsmodus. Eine Funktion die sich so mancher Kunde wünscht und die Händlern schlaflose Nächte bereiten wird.

Vorteil Amazon

Das das Smartphone eher als Einkaufs-, Abspiel- und Spielezentrale taugt sollte spätestens jetzt klar sein. Einen großen Vorteil hat das Gerät aber für Entwickler von Android-Apps: Ein umfragmentierter Markt. Es gibt nur ein Gerät und darauf kann man sich konzentrieren. Ähnlich bei der Konkurrenz von Apple. Mit einem iPhone gibt es hinsichtlich der Hardware und Funktion keinerlei Probleme. Das sieht im Rest der Android-Welt aber komplett anders aus. Hier erscheinen am Tag rund 100 neue Modelle mit den unterschiedlichsten Displaygrößen und Hardware-Unterstützungen. Als Entwickler kann man sich hier schon öfters die Haare raufen.

Ein weiterer Vorteil gegenüber Google Play ist, dass die Apps des Amazon App Store wie ganz normale Suchergebnisse in Amazon angezeigt werden. Amazon betreibt anständiges SEO und nutzt auch oft genug Kampagnen bei Google Adwords um Kunden auf sein Portal zu locken. Kostenlose Werbung für seine eigene App? Das kann man ruhig einmal mitnehmen. Außerdem ist die Anzahl der Apps in Amazons App-Store noch wesentlich geringer als bei den Kollegen von Google. Und wo die Konkurrenz nicht ist, da kann man sich ruhig breit machen. Marktbeherrschung einmal anders.

Amazon Fire Phone APIs

Amazon stellt das Firefly SDK for Fire Phone und Dynamic Perspective SDK for Fire Phone bereits jetzt Entwicklern zur Verfügung. Damit kann man schon vor dem Verkaufsstart die ersten Gehversuche unternehmen.

Erste Schnell-Tests

Dynamic Perspektive soll laut Amazon einen 3D-Effekt auf alles Mögliche geben. Das ist vielleicht ganz nett, aber braucht man das wirklich? Da scheint die Steuerung des Geräts über die Neigung des Smartphones schon wesentlich sinnvoller zu sein. Damit ist es möglich, eine Steuerung des Smartphones per Neigegrad zu ermöglichen. Das haben Samsung und LG auch schon im Programm, aber laut Dieter Bohn (The Verge) soll das Ganze schon recht clever gemacht worden sein und auch gut funktionieren. Brent Rose von Gizmodo lässt allerdings bis auf Fiefly kein gutes Haar am neuen Amazon-Telefon, wogegen
Samantha Murphy Kelly von Mashable das komplett anders sieht.

Letztendlich entscheidet der Kunde, ob er eine smarte Shoppingmaschine mit eingebautem Telefon will oder nicht. Für Entwickler heißt es einige Anpassungen ein den Android-Apps vornehmen und schon jetzt im Amazon App Store aktiv zu werden. Es gilt sich gegenüber 240.000 anderen Apps zu behaupten.

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